Mittwoch, 28. August 2013

Urlaubsstimmung

Morgen früh geht es los. Ich werde in einem Ferienflieger sitzen, ähnlich dem hier abgebildeten und einem sonnigen, warmen Urlaubsziel entgegenfliegen. Genau genommen lasse ich mich fliegen, denn zu den wenigen Talenten, welches die Ratte hat, gehört nicht das Fliegen eines Passagierflugzeuges.









 

So langsam kommen Urlaubsstimmung und Vorfreude auf. ich bin schon gespannt auf neue Eindrücke. Graue Ratte meldet sich dann `mal in den Urlaub ab. Bis dann.

Montag, 19. August 2013

Immer noch Sommer...

...und ich war oft unterwegs, sogar zweimal alleine am Samstagabend!!! Es handelte sich zwar nur um Besuche in Straßencafés, aber immerhin. Sonst überlasse ich die Samstagabend-Events ja eher den Paaren.

Stichwort "Paare": Bei der Geburtstagsfeier eines Bekannten war ich jetzt tatsächlich der Letzte, der als Single kam. Sonst trafen die Gäste alle paarweise ein. Selbst zwei meiner Bekannten bilden jetzt immerhin ein Freizeit-Paar und kommen in trauter Zweisamkeit daher. Konsequenz? Nicht mehr auf diese Veranstaltungen gehen, weil man sich irgendwie total blöde vorkommt? Na ja, oft treffen wir uns ja sowieso nicht. Dennoch zweifelt die Ratte nicht immer, aber immer öfter, ob sie sich nicht doch nach einer Rättin hätte umsehen sollen, als sie noch das passende Alter dazu hatte.

Treffen mit einer lieben Bekannten, Ex-Kollegin: Alle drei bis vier Jahre schaffen wir es, ein Treffen auszumachen. Mir gefällt das, wenn man sich nach Jahren wieder sieht und miteinander umgeht, als hätte man erst in der vergangenen Woche sich zum letzten Mal gesehen. Meiner Meinung nach macht das Freundschaft aus. Am Ende tauschen wir immer das Versprechen, uns bald wieder zu sehen. Nun ja, im Verhältnis zur Ewigkeit ist der Zeitraum von ein paar Jahren ja vergleichsweise kurz. ;-)

Ich treffe mich in letzter Zeit auch oft mit der einen Seite des frisch getrennten Paares (s. u.) und lerne diesen Menschen ganz neu kennen. Bisher war er ja nur ein Teil von einem Paar, jetzt kann, muss, darf man sich mit ihm alleine beschäftigen.

Mein Jobfrust tritt davor inzwischen zurück, aber im Prinzip warte ich nur auf das nächste Ereignis, nach dem ich am liebsten den ganzen Krempel hinschmeissen möchte. Solche kleinen Krisen treten zwischenzeitlich fast wöchentlich auf. Aber jetzt freue ich mich auch erst einmal auf meinen Urlaub, der in ein paar Tagen ansteht.

Freitag, 19. Juli 2013

Sommer

Mit dem Sommer kam auch meine gute Laune zurück.

Schön, ich finde meinen Job immer noch beschissen, ich weiß immer noch nicht, wie ich weitermachen soll. Aber wenigstens kann ich darüber im Biergarten nachdenken. ;-) Im Moment dämmere ich nur dem Sommerurlaub auf der Insel entgegen und freue mich an einem neuen Hobby. Schade, dass die Wochenenden immer so kurz sind.


Sonntag, 26. Mai 2013

Trennung im Bekanntenkreis

Unter meinen Bekannten gab es ein Paar, dass mir besonders am Herzen lag. Ich mochte und mag die Beiden, ihre Lebensart und auch die Zukunftspläne.

Von heute auf morgen erklärt mir einer der Ehepartner, dass man sich getrennt habe. Ich hatte schon länger den Verdacht, da die Person der Partnerschaft, der ich öfter begegne, nur noch zögerlich auf meine Bitte zur Überbringung der Grüße reagierte. Außerdem kamen mir im Gespräch mit der Person bestimmte Äußerungen seltsam vor.

Wie auch immer, es ist aus. Da es die Beiden offenbar auf die Reihe bekommen haben, sich "sauber" voneinander zu verabschieden, kann ich zu den Einzelnen Kontakt halten, ohne in Grabenkampf ähnliche Situationen zu geraten. Hoffentlich!

Mich hat erstaunt, wie sehr mich die Trennung berührt hat. Ich mache mir wirklich Gedanken um die Zwei. Vor allem erstaunt mich die gewisse Leichtigkeit der Seite, welche die Trennung ausgelöst hat. Die verlassene Partei hat sich bisher nicht geäußert, wie es ihr geht. Wahrscheinlich ist das so, wenn sich Paare trennen, aber ich habe es noch nie die eigene Betroffenheit darüber in dieser Intensität gespürt, außer vielleicht bei meinen Eltern. Die "Trennungen" von meinenTeenager-Bekanntschaften zählen hier nicht. In diesem Moment bereue ich es wieder einmal nicht, nie auf eine Beziehung hingearbeitet zu haben, obwohl die Zweifel an diesem Defizit in meinem Leben in letzter Zeit relativ häufig in mir aufkommen.

Egoistischer sind vielleicht meine Gefühle hinsichtlich des Risses in meinem ohnehin schwachen sozialen Netzwerk. Das Zusammensein mit den Beiden, Unternehmungen und Besuche gaben mir irgendwie Auftrieb und Halt. Da nützt es mir auch nichts, dass ich weiterhin zu jedem Einzelnen Kontakt halten kann. Vielleicht lag es daran, dass gerade dieses Paar in meinen Augen eine erstrebenswerte Beziehung gelebt hat.


Montag, 25. März 2013

Die neuen 50er?

Seit letztem Jahr gibt es das Stern-Sonderheft "viva!", das sich an die Generation 50plus wendet. Im aktuellen Heft liest man dann auch, wie man sich die Zielgruppe so vorstellt: "Wer heute 50 wird, guckt meist zufrieden und voller Tatendrang nach vorn." (viva!, S. 4)

Die Graue Ratte hat sich das Magazin angesehen. Zwar hat sie noch mehr als ein Jahr bis zur großen Fünf, aber zu den zufriedenen, glücklichen und voller Elan steckenden Fünftziger gehört sie nicht. Im Gegenteil: Immer mehr schaut sie auf die Trümmer des Lebens zurück und fragt sich, was man da angestellt hat. Reparaturmöglichkeiten sieht sie keine. Daher wird der 50. Geburststag wohl eher ein stilles und einsames "Fest", dass den Beginn des Alters markiert und die aktuelle Eintönigkeit des Lebens unwiderruflich manifestiert.

 Wenn die Graue Ratte dann noch Bock auf diesen Blog hat, kann man hier ja darüber lesen.

Seltsam, als die Ratteneltern (ich verwende den Begriff nur, um im Bild zu bleiben) Mitte 40 waren, hat die Jungratte sie ja für relativ jung und agil gehalten. Als sie dann selbst so alt wurde, fühlte sie sich nur "alt".



Graue Ratte

Freitag, 25. Januar 2013

Kalt!!!

Ja, ich weiß: Es gibt kältere Ecken und jeder, der jetzt meint, dass diese Oberrhein-Minusgrade nicht relevant sind, kann mir gepflegt den Buckel `runterrutschen. Es ist kalt!!! Also verkriecht sich auch eine Ratte in ihrem Bau.

Früher schreckten Schnee und Kälte nicht ab. Früher ging die Ratte vielleicht auch noch einmal raus. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt und dann wird die Ratte wieder aktiver. Hoffentlich.

Tja, sonst ist alles okay: Weihnachten ging (viel zu schnell) `rum, die ersten Arbeitswochen sind überstanden und ich gehe in mein erstes frustfreies Wochenende seit Ende des Weihnachts- und Jahreswechselurlaubs. Ich habe auch überlegt, den Blog hier ganz ruhen zu lassen, aber es tut ja nicht weh, wenn ich weitermache. Mir jedenfalls nicht.

Graue Ratte

Sonntag, 9. Dezember 2012

Weihnachtsmärkte

Eigentlich mag und mochte ich Weihnachtsmärkte. Ich scheute sogar keine Bahnanreise, um einen Weihnachtsmarkt in einer Stadt in der Umgebung zu besuchen.

Gestern habe ich so einen Besuch unternommen, stand dann irgendwann mit einer Tasse Glühwein vor einem Stand herum und fragte mich, was ich davon überhaupt habe. Im Prinzip ist mir die Anreise mit Bus und Bahn sogar lästig. Außerdem gibt es einen Markt in meiner Heimatstadt, der inzwischen auch sehr ansehnlich ist.

Auf der anderen Seite frage ich mich, warum ich schon wieder eine ehemals geliebte Freizeitaktivität abhaken und mich zu Hause vorm Fernseher langweilen will. Irgendwann werde ich auch Weihnachten nicht mehr feiern, frei nach dem Motto: "Kenn´ ich schon, war ich schon, hab´ ich schon gesehen". Danach Ostern, meinen Geburtstag, den Rest meiner Freunde und Familie.

Schrecklicher Gedanke. Ich muss das noch einmal am Nachmittag bei einem Glühwein überdenken.

Graue Ratte


Sonntag, 2. Dezember 2012

Wieder kurz vor Weihnachten...

Wieder...
...das erste Mal "Last Christmas" hören müssen,   :-(
...den ersten Glühwein getrunken,   :-)
...den kleinen Plastikweihnachtsbaum herausgeholt,
...schon im Vorfeld Ekel über den Weihnachtsbesuch bei den Eltern am ersten Feiertag empfunden,
...Planung für weitere Weihnachtsmarktbesuche gemacht und
...Lebkuchen gekauft.

Die Graue Ratte ist eine Gewohnheitstätte.

Sonntag, 25. November 2012

Was wäre wenn..?

Ein Abend bei Bekannten. Familienfotos werden gezeigt: Verlobung, Hochzeit, Kindstaufe, Einschulung, Urlaub.

Mein Bekannter hat mein Alter und die "klassischen" Meilensteine im Leben erreicht. Er hat eine Ehefrau gefunden, mit der Frau ein Kind in die Welt gesetzt, ein Haus gebaut usw. Beim Betrachten kam dann der Gedanke: Ich kann solche Fotos nicht zeigen. Auch der Versuch, mich als Fotografierter mit Ehefrau und Kind vorzustellen schlägt fehl.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe und dass etwas bei meiner Lebensplanung schief gelaufen ist, sofern man bei meinem zufallsgesteuerten Dahintreiben von einer Planung reden kann. Weder hatte ich eine berufliche Karriere auf dem Radar noch die Gründung einer Familie. Bisher hat mich das nicht gestört. Nur mit dem Näherkommen der 50er komme ich immer mehr zur Erkenntnis, dass das ein großer Fehler war. Immer öfter fühle ich mich mit diesem Lebensfragment nicht mehr wohl. Aber selbst in meinen kühnsten Phantasien kann ich das Zusammenlebe und die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft mit anderen Menschen nicht sehen.

Da sag´ noch einmal einer, dass Ratten gesellig sind.

Freitag, 26. Oktober 2012

Stress beim Burgerbrater

Auch die Graue Ratte trippelt ab und zu in eine Filiale einer bekannten amerikanischen Schnellfresse.

Heute stand ich also vor der Kasse, wartete darauf, meine Bestellung aufzugeben, als mir plötzlich bewusst wurde, dass tief aus meinem Inneren ein Fluchtimpuls sich den Weg in mein Bewusstsein bahnte. Es waren nicht viele Leute anwesend, die junge Dame an der Kasse mühte sich redlich ihre persönliche Angenervtheit hinter einer freundlichen Kundenansprache zu verstecken. Was war es also, dass meine innere Stimme zum immer lauteren Brüllen der Worte "Raus hier!!!" bewegte?

Dann fiel es mir auf.

Aus verschiedenen Gerätschaften der Hamburgerbraterei piepte und zirpte es in nervigsten Warntönen. Die Alarmsignale des Systemgastronomiebetriebes gaben Alarm vor allerhöchster Gefahr und versetzten mich in Lärmstress.Hinzu kam noch das aufdringliche Fauchen aus einer Kaffeemaschine, die sich in dem Bereich befand, der seinen Kunden neben Burgern und Pommes auch gediegene Kaffeespezialitäten und Kuchen verkauft. Das hat also den Fluchtreflex ausgelöst. Dass natürlich niemand zu Tode fritierte Pommes oder Hamburger à la Brikett essen will, leuchtet mir ein. Aber warum man als Gast den Eindruck bekommen soll, dass gleich die Küche mitsamt den Mitarbeitern in einem gewaltigen Knall in den Orbit geschleudert wird, wenn man nicht einen Knopf drückt oder den Korb mit den fritierten Kartoffeln aus dem Ölbad holt, verstehe ich nicht. Oder habe ich die bunten Anzeigeschildern an der Essensausgabe nicht genau studiert und die Lärmkulisse gehört zu einem Gastronomie-Event?

Mir gelang es dennoch, die aufkommende Panik zu dämmen, meine Bestellung aufzugeben und mein Menü in einer ruhigen Ecke zu verputzen.